Hetzjagd unter Kontrolle

Unterricht für Hundehalter

Gemeinsames Jagen zum Aufbau einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung

Alle Hunde sind Beutegreifer und das Hetzen gehört zur natürlichen Abfolge des Jagd- und Beutefangverhaltens. Es besteht aus mehreren Sequenzen.

Suchverhalten => Reizausrichtung (Orientierung) => Annähern / Anschleichen => Hetzen=> Zupacken und Festhalten => Töten / Schütteln => Fressen

Beim Suchen sind noch alle Sinne aktiviert. Der Hund ist für unsere Ansprache offen und wir können sein Verhalten jetzt noch in eine gewünschte „gesellschaftskonforme“ Richtung lenken. Hat allerdings die Suche bereits Erfolg gehabt und ist bereits die Orientierung Richtung Außenreiz erfolgt, sprich, der Hund sieht den Hasen, dann folgt das Annähern und Anschleichen, gefolgt vom Hetzen, Zupacken / Festhalten ….

Diese Abfolge wird letztendlich nur noch durch Außenreize gesteuert, d. h. es fällt dem Hund immer schwerer abzubrechen. Zudem werden die Sinneseindrücke in für die Jagd wichtige und unwichtige selektiert. Der Hund, der hinter dem Hasen herläuft, hört also weder das pfeifende Herrchen / Frauchen noch nimmt er den Straßenverkehr wahr ….

… deshalb macht es Sinn, an einer Alternative zu arbeiten!


Hetzjagd unter Kontrolle…

… bedeutet, dass wir unserem Hund einen alternativen Reiz bieten, den er nur in Kooperation mit uns erbeuten kann.

… möchte erreichen, dass die Hunde auch während und nach der Orientierungssequenz noch zu beeinflussen sind, hierzu bedienen wir uns der funktionellen Substitution.

... versucht, so nah wie möglich an die Realität heranzureichen.

… trainiert die Impulskontrolle

… stärkt die Kommunikation zwischen Hund und Mensch, u.v.m.


In Theorie und Praxis wird dem Hundehalter vermittelt, wie es zu erreichen ist, dass der Hund trotz sich bewegender Beute (Dummy), abwartet, bis er auf ein Signal hinterherhetzen darf und während des Hetzens, trotz sich weiterbewegender Beute, gestoppt oder umgeleitet werden kann.

Die Fährtenarbeit kann mit der Fährtenarbeit oder der Distanzarbeit kombiniert werden.

Es wird folgendes beachtet:

  • Entwicklungsstand des Hundes (Welpe bis Senior)
  • Ausbildungsstand des Teams (Anfänger / Fortgeschrittene)